Vernissage im Tageshospiz bewegt Gäste und Besucher
Ausstellung voller Begegnungen und besonderer Momente
Seit April 2025 bietet das Tageshospiz der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e. V. einen besonderen Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Lebensfreude. Dass hier nicht nur Begleitung, sondern auch Kreativität, Austausch und gemeinsames Erleben ihren Platz haben, zeigte nun eine ganz besondere Vernissage mit Werken der Tageshospizgäste Herr Kratz und Herr Münder.
Rund 30 Besucherinnen und Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung ins Hospizhaus. Neben Gästen aus dem Haus und Ehrenamtlichen des Tageshospizes waren auch Freunde, Bekannte und Interessierte vor Ort, die über die Homepage auf die Veranstaltung aufmerksam geworden waren. Die Ausstellung fand großen Anklang und sorgte für eine spürbar wertschätzende und herzliche Atmosphäre.
Eröffnet wurde die Vernissage von Herrn Franke, der das Hospizhaus als „Ort des Lebens“ beschrieb – einen Ort, an dem Schönes, Begegnung und auch gemeinsames Lachen ihren Platz haben. Anschließend begrüßte Susi Seibold, Leitung des Fachbereichs Tageshospiz, die Gäste.
Besonders bewegend war die Rede von Susanne Völker vom psychosozialen Dienst des Tageshospizes, die auch die Malangebote begleitet. Sie sprach über die Idee hinter der Ausstellung und bezeichnete das Tageshospiz als einen „Resonanzraum“ – einen Ort, an dem Menschen miteinander in Verbindung treten, Gefühle Ausdruck finden und Erfahrungen geteilt werden dürfen.
Das Malen sei dabei nur eines von vielen Angeboten im Alltag des Tageshospizes. Gerade kreative Angebote eröffneten Möglichkeiten, Erlebtes, Gedanken und Emotionen sichtbar werden zu lassen. Begegnungen, Farben, Erinnerungen, Jahreszeiten oder auch die eigene Erkrankung könnten dabei Ausdruck finden und Resonanz erzeugen. Worte wie „Klangraum“, „Resonanzkörper“ oder „Möglichkeitsraum“ würden für sie den Alltag im Tageshospiz besonders treffend beschreiben.
Nach dem offiziellen Teil gingen viele Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit den Künstlern durch die Ausstellung. Es entstanden persönliche Gespräche, intensive Begegnungen und berührende Momente. Zahlreiche Gäste zeigten sich beeindruckt von den Bildern und dem offenen, zugewandten Miteinander.
Für Michael Kratz war es die erste Ausstellung überhaupt – ein besonderer und emotionaler Moment. Sowohl Herr Kratz als auch Herr Münder erlebten die Vernissage als große Wertschätzung ihrer Werke und ihrer Person. Auch wenn die Aufmerksamkeit anstrengend war, genossen beide sichtbar diesen besonderen Nachmittag.
Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit außerdem, mehr über das Tageshospiz und die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements zu erfahren. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Orte der Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft sind.
Ein besonderer Dank gilt Antje Kratz, Ehefrau von Michael Kratz und Künstlerin der Künstlergemeinschaft ART U ZEHN , die die Ausstellung mit viel Engagement vorbereitet und konzipiert hat.
Ebenso wurde die Vernissage von dem engagierten haupt- und ehrenamtlichen Team des Tageshospizes getragen, das mit viel Herzblut vorbereitet, organisiert, gebacken und begleitet hat. Gemeinsam klang der Nachmittag in schöner Atmosphäre aus und hinterließ bei vielen Gästen bleibende Eindrücke.
Fotorechte: S. Löchner